Connecting the dots: Koloniale Kontinuitäten erkennen, verlernen, verändern!

Wie globaler Handel, Politik und Gesellschaft heute noch von kolonialer Geschichte geprägt sind und wie wir anders handeln können

Der Faire Handel will gerechtere Alternativen schaffen – und ist dennoch nicht frei von kolonialen Kontinuitäten. Wertschöpfung liegt oft weiterhin im Globalen Norden, Produzierende im Süden bleiben Rohstofflieferant*innen, gut gemeinte Strukturen schreiben bestehende Ungleichheiten fort. Doch was bedeutet das konkret für unsere eigene Arbeit? Dieser kompakte Online-Workshop lädt dazu ein, genau dieser Frage nachzugehen: „Was hat das mit mir und meiner Arbeit zu tun?“

Mit der interaktiven Methode Connecting the Dots machen wir sichtbar, wie koloniale Geschichte, globaler Handel und unser heutiges Handeln miteinander verknüpft sind. Gemeinsam werfen wir einen kritischen Blick auf den Fairen Handel, hinterfragen vertraute Narrative und reflektieren, wo wir selbst Teil dieser Strukturen sind. Im Austausch mit anderen Engagierten aus der Jugendverbandsarbeit übertragen wir diese Erkenntnisse auf die eigene Praxis: Wo begegnen uns koloniale Muster in Bildungsarbeit, Aktionen oder Kommunikation – und wie können wir anders handeln?

Ziel des Workshops ist es, Denkmuster aufzubrechen, neue Perspektiven zu gewinnen und konkrete, alltagstaugliche Ansätze für eine machtkritische und dekolonial informierte Praxis im Verband mitzunehmen.

Datum: 10. Juni
Uhrzeit: 17:30 bis 19:00 Uhr
Ort: online via Zoom
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung: Bitte melde dich bis zum 08. Juni über unser Forms-Formular an.

Connecting the dots: Koloniale Kontinuitäten erkennen, verlernen, verändern! am 10.06.26 – Formular ausfüllen

Referentin: Jil Carmen Holtbernd
Seit rund acht Jahren arbeitet Jil freiberuflich als Referentin in der politischen Bildungsarbeit. Sie ist studierte Politik- und Rechtswissenschaftlerin und setzt sich aus weißer Perspektive mit Themen wie Postkolonialismus, Rassismus sowie globalen Machtasymmetrien in der Mode- und Textilindustrie auseinander. In der Bildungsarbeit geht es für Jil vor allem darum, diese mit der Lebensrealität der Adressat*innen zu verknüpfen und damit um die zentrale Frage: Und was hat das mit mir zu tun? Dabei setzt sie auf interaktive Methoden und partizipative Lernansätze, um Theorie und Praxis kreativ zusammenzubringen und greifbar zu machen. Ihr bereitet es große Freude, Jugendliche wie Erwachsene zu kritischem Denken anzuregen und für neues Wissen zu begeistern. In ihrer Arbeit geht sie mit interkultureller Sensibilität und intersektionalem Bewusstsein vor. Hauptberuflich arbeitet sie als Projektleiterin für Nachhaltige Beschaffung bei FEMNET e. V., setzt sich dort für bessere Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie ein und berät Unternehmen wie Hochschulen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Textilbeschaffung. 

Zielgruppe: ehrenamtliche und hauptberufliche Personen aus der Jugend(verbands)arbeit, die Interesse am Thema haben. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Hinweise:
Die Zugangsdaten verschicken wir 1,2 Tage vor dem Workshop per Mail.
Nach dem Workshop erhältst du eine Teilnahmebescheinigung.